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Kreuzbund Newsmeldung

Maibrief von Georg Mick

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

 

 

würde jemand heute fragen, wie gerade so meine persönliche Stimmung ist, dann wäre meine Antwort ziemlich klar: Die Luft ist raus.

 

Mit dem Coronavirus  gehen wir  in die – hoffentlich wirksamere – dritte Runde Lockdown. Das ist gut und richtig, aber zu wenig.  Null Covid wäre mir lieber. Bonjour Tristesse. Weil wir uns daheim  -  alle Verwandtschaft, Netzwerke und Freund*innen weit weg -  keinen Infekt leisten können (den sich übrigens niemand leisten kann), bleiben wir in unserer  Wohnung eingeigelt, wohl wissend darum, dass das noch eins der privilegierteren Settings ist.

 

Trotzdem: Luft raus, Akku leer, Tage fühlen sich an wie Kopien von Kopien von Kopien. Als Seelsorger weiß ich: Auf Dauer macht das was mit mir.

 

Und das bringt mich immer wieder an den Punkt, an dem ich mich frage: Was sind eigentlich die Dinge, die Ressourcen,  die Wurzeln, die mich in dieser Situation innerlich noch halten?

 

Für mich selbst kann ich das nach einem gewissen Nachdenken irgendwie beantworten. Es hat etwas mit meiner Spiritualität zu tun. Mein Christentum ist für mich eine Religion der - so möchte ich es nennen -  Anderen  Momente. Gerade  für Momente jenseits  der Sonnenseite im Leben.  Gott zeigt sich im Neuen Testament als Menschensohn, als einer, der mit den Leuten mitgeht, nicht nur durch das alltägliche Leben, in dem alles läuft und seinen Gang geht, sondern auch dahin wo es richtig weh tut. Gott gibt mir etwas, weil Ostern eben nicht nur eine große Unterhaltung-Show oder Talk-Show  in einem gut ausgeleuchteten Studio war, sondern die ganze Bandbreite  zwischen dem dunklen und totbringenden Karfreitag und dem hellen und lebendigen Ostermorgen ausleuchtet. „Du Morgenstern, du Gnadenschein, der Wahrheit Licht und Leben!“ singt ein Osterlied. Das geht, mit diesem Gott.

 

Dieser Glaube birgt und trägt in sich ein Trotzdem. Hoffnung, die über den Moment hinaustragen kann. Und für dieses Trotzdem habe ich ein Lied wieder gefunden , das ich  mit Ihnen teilen möchte:  „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“.

 

 

Refrain:   Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn,

                dir nah zu  sein. Es ist ein  Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, 

                wie nur du sie gibst.

 

  • Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, im Schmerz   

sei da, sei uns nahe, Gott.                                          Ref.

  • Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir. In Ohnmacht, in Furcht   

sei da, sei uns nahe, Gott.                                           Ref.

  • Um Heilung, um Ganz sein, um Zukunft bitten wir. In Krankheit, im Tod 

sei da, sei uns nahe, Gott.                                           Ref.

 

Da wohnt ein Sehnen tief in uns  ....   Ja, in jedem von uns wohnt eine tiefe Sehnsucht nach so vielem. Ich selbst sehne mich aktuell so oft nach Normalität, nach dem,  wie es vor der Pandemie war. Ich würde gerne endlich wieder problemlos reisen, endlich Freunde und Familie besuchen, ins Kino gehen oder  ins Theater, wieder mit meinem Chor singen.  In mir, in jedem von uns steckt ein Sehnen und da sind auch noch tiefere Träume nach Glück und Liebe, Frieden und Freiheit, Heilung und Zukunft.  Große Worte, mit denen das Lied da spielt. Aber diese großen Worte werden an ganz konkrete Erfahrungen gebunden. Erfahrungen, die auch unsere Zeit definieren: Sorge und Schmerz, Krankheit und Tod, Ohnmacht und Furcht.  Und so öffnet sich der Text, das Lied für meine Erfahrungen. Die Trauer, dass so viele  Menschen sterben, die Sorge um die Menschen an meiner Seite, die Ohnmacht, die ich angesichts dieser Pandemie verspüre. . . .

„Da wohnt ein Sehnen tief in uns“  schlägt eine Brücke in diese unsere  Zeit. Es macht mir Hoffnung, hält mich. Weil Ostern davon erzählt, dass aus Unsicherheit, Sorge und Angst, aus Ohnmacht , Einsamkeit und Tod  Neues und Großes entstehen kann. Dass neues Leben trotzdem da ist, obwohl vieles  so aussichtslos, so sinnlos  erscheint.

Von dem Theologen Augustinus stammt der Satz „Der Mensch ist Sehnsucht nach Gott“. Ich glaube auch, dass sich alle Sehnsucht des Menschen so auf den Punkt bringen lassen. Ich darf das Ziel nicht aus dem Blick verlieren: den Glauben, dass uns das Leben geschenkt ist , ein Leben in Fülle (vgl. Joh 10,10) 

 

Ich wünsche Ihnen Lebendigkeit und Gottvertrauen und 

verbleibe mit  herzlichen Grüßen

 

Ihr    Georg Mick                                                                     Bexbach, am 26.04.21 

 

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Kreuzbund Newsmeldung

Absage Begegnungstag und Mitgliederversammlung

Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten,

mit großem Bedauern muß ich euch mitteilen, dass wir unseren Begegnungstag und Mitgliederversammlung am 11.04.21 verschieben müssen. Als neuen Termin haben wir mit dem Geistlichen Zentrum Maria Rosenberg den 20.06.21 vereinbart. Bitte merkt euch den Termin schon einmal vor.

Die restriktiven Vorgaben der Politik (Mindestabstand - Quadratmeter/Teilnehmer usw.) konnten wir aufgrund der vielen Anmeldungen nicht mehr gewährleisten.

Wenn sich die Lage bis Mitte Mai entspannt haben sollte, erfolgt die Einladung wieder satzungsgerecht vier Wochen vor dem Termin (20. Kalenderwoche). Bitte meldet euch dann wieder wie gewohnt an.

Inzwischen wurden alle zu ehrenden Mitglieder im Jahre 2021 schriftllich per Mail oder Post informiert. Diese schriftliche Einladung gilt auch für den neuen Termin 20.06.21. Hier bnötigen wir auch eine erneute Mitteilung, ob ihr an der Veranstaltung teilnimmt. Eine erneute Einladung bezüglich der Ehrung erfolgt nicht mehr.

Für Fragen stehe ich euch jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Alex Cunow, Diözesanvorsitzender (komm.)
 
Kreuzbund e.V. 
Lindelbrunnstr. 17 d – 76767 Hagenbach

Mobil Phone: 0176 24528213                                                                        
E-Mail: alex@kreuzbund-speyer.de
Web: http://www.kreuzbund-speyer.de/ 

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Märzbrief

Liebe Leserinnen und Leser,

 

haben wir das Warten verlernt?  Alles muss schnell wieder so funktionieren, wie wir es gewohnt sind. Bestenfalls sind kleine Variationen der vermeintlichen Normalität gewünscht – kleine, feine Dissonanzen, die dem Alltag Würze geben, den gewohnten Trott aber nicht allzu sehr stören. Die Normalität an sich aber soll im Großen und Ganzen fortdauern. Jede größere Veränderung aber bedeutet eine Störung  dieser wohlständigen Behäbigkeit. Der Wahlspruch des modernen Menschen in unseren Breiten lautet deshalb „Bitte nicht stören!“. Kommen da Menschen, die vor Krieg im Nahen Osten oder Dürrekatastrophen in Afrika fliehen – „Bitte nicht stören!“. Auftauender Permafrost, schmelzende Gletscher und die Ausbreitung von Wüsten führen uns vor Augen, dass der Klimawandel längst kein schleichender Prozess mehr ist – „Bitte nicht stören!“. Ein kleines Virus verursacht eine Pandemie, die Leben nimmt, Leben erschwert, Leben bedroht – „Bitte nicht stören!“. Solange ich nicht betroffen bin, möchte ich – bittschön! – nicht gestört werden! – das ist die Maxime. Der kognitive Aktionsradius endet am eigenen Gartenzaun. Dahinter liegen fremde, andere Welten, die einen nichts angehen. Dass aber schon der Samen des Unkrauts aus der Nachbarschaft vor den Grenzen meines eigenen Gartens keinen Halt macht, dürfte schon Menetekel genug sein, dass die zwischenmenschlichen Vernetzungen selbst bei größtem Unwillen nicht zu leugnen sind. Da hilft auch kein Gezeter am Maschendrahtzaun, der Nachbar möge doch bitte sein Unkraut selbst vernichten!

Unsere Befindlichkeiten aber sind stärker. Krisen haben lösbar zu sein – und zwar sofort! Man möchte schließlich nicht gestört werden, in seinem Stammkaffee den gewohnten Koffeindrink zu sich nehmen, sich im Kino die Zeit vertreiben und genießen zu können und endlich wieder dem gewohnten Trott nachgehen zu dürfen. Aber dann kam Corona ... Aber da ist Corona!

Corona kränkt uns moderne Menschen. Das SARS-CoV-2-Virus liefert den Menschen an sich selbst aus. Er muss jetzt warten. Wir müssen jetzt warten! Warten bis die Inzidenzen so niedrig sind, dass die Pandemie sich nicht exponentiell entwickelt und das Gesundheitssystem vor die Wand fährt. Warten auf einen Impfstoff, der in rasanter Geschwindigkeit entwickelt, aber noch nicht in ebenso rasanter Geschwindigkeit für die Massen bereit gestellt werden kann. Warten auf die schon längst überfälligen Schnelltests. Warten auf die neuesten Entscheidungen, um die Politikerinnen und Politiker ringen -  im Abwägen zwischen gesundheitlichen, juristischen, wirtschaftlichen und noch vielen anderen Parametern, um dem Eid, den sie geschworen haben, nämlich dem Wohl des Volkes zu dienen, möglichst gerecht zu werden. Und dann kommen noch neue Mutationen, die alles wieder in Frage stellen. Wird der Impfstoff noch wirken? Was wird werden, wenn die Virusmutante ansteckender ist als ihre Vorgängerviren? Wieder warten?

Wieder warten! Warten könnte eine Tugend sein – wenn man sich nicht so selbst ausgeliefert wäre! Das ist wohl das schwerste in diesen viralen Zeiten: Die Last des eigenen Ich ertragen zu lernen. Dieses Ich ist das Wesen, mit dem die Mitmenschen immer schon klar kommen mussten. Kann man sich denn nun selbst aushalten? Kann ich es selbst bei mir aushalten?

Für die Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch begonnen hat, teile ich mit Ihnen einen  meiner Lieblingstexte, der Papst Johannes XXIII zugeschrieben wird. Entweder für Menschen, die in dieser Pandemie gerade viel arbeiten müssen, oder für solche, die die trüben Gedanken der Pandemie hinter sich lassen wollen, oder für die, sie sich jeden Tag etwas Gutes tun wollen – auf dem Weg nach Ostern hin.   

 

Nur für heute werde ich mich bemühen, einfach den Tag zu erleben – ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.

Nur für heute werde ich größten Wert auf mein Auftreten legen und vornehm sein in meinem Verhalten: Ich werde niemanden kritisieren; ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern... nur mich selbst.

Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin ... nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt.

Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.

Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen. Wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.

Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen – und ich werde es niemandem erzählen.

Nur für heute werde ich etwas tun, wozu ich keine Lust habe. Sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.

Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.

Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist. Und ich werde an die Güte glauben.

Nur für heute werde ich fest daran glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten –, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.

Nimm dir nicht zu viel vor. Es genügt die friedliche, ruhige Suche nach dem Guten an jedem Tag zu jeder Stunde, und ohne Übertreibung und mit Geduld.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre

und  eine gute und heilsam Zeit mit sich selbst und Ihren Lieben.

Herzliche Grüße  

Georg Mick                                                        Bexbach am  21.02.2021 

 

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Kreuzbund Newsmeldung

Änderungen im Rahmen der Bundeskonferenz

Im Rahmen der Bundeskonferenz vom 21.11.2020 wurden folgende wichtige Entscheidungen getroffen, die u.a. Einfluss auf die Abwicklung in der Mitgliederverwaltung der Diözesanverbände haben werden:

  1. Abschaffung der Mitgliederausweise

Die Bundeskonferenz hat einstimmig beschlossen, künftig keine Mitgliederausweise mehr anzufertigen. Auch die im zweiten Halbjahr 2020 ausstehenden Ausweise werden nicht mehr gedruckt.

  1. Ehrungen und Auszeichnungen des Bundesverbandes

Die bereits schon länger angedachte Novellierung der Frequenzen wurde nun auf Ehrungen nach 5, 15 und 25 Jahren der Mitgliedschaft festgelegt. Neben der Verleihung des bronzenen Verbandsabzeichens (bei Erwerb der Mitgliedschaft) sind folgende Auszeichnungen geplant:

5 Jahre = Urkunde & silbernes Abzeichen/Nadel

15 Jahre = Urkunde & goldenes Abzeichen/Nadel

25 Jahre = Urkunde & Abzeichen (Art des Abzeichens wird noch festgelegt)

Weitere Informationen hierzu erfolgen noch.

Wolfgang Frohs

Diözesangeschäftsführer

 

 

 

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