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Berichte

2026

Bericht Sommerseminar 24.-26.07.2026

Sommerseminar des DV Speyer vom 24.-26.07.2026 in der Heilsbach in

Schönau

                        Erholen und Entspannen

Referenten: Christina Deckarm und Steffen Jürgen Ramthun

Thema des Sommerseminars war erholen und entspannen.

Bei herrlichem Sommerwetter trafen wir uns zu unserem jährlichen Sommerseminar. In

der Heilsbach bei Schönau, im schönen Pfälzer Wald.

Mit der Vorstellungsrunde, nach dem Abendessen, startete unser Seminar.

Mitten im Wald waren die Temperaturen sehr angenehm und wir verlegten

unsere weiteren Aktivitäten nach draußen. Steffen hatte Outdoorspiele

dabei und jeder konnte etwas für sich finden. Außerdem konnten gute

Gespräche in der Runde stattfinden.

Der nächste Morgen startete mit einem Waldspaziergang. In der

Zwischenzeit richtete Christina Und ihre Helfer/innen die Tische für

unsere Bastelarbeit. In diesem Jahr sollte mit Acrylfarbe auf Leinwand

gemalt werden. Jeder so, wie er es kann. Nach anfänglicher Skepsis der

Teilnehmer, brachte jeder ein Bild zustande.

Da es hier ein Schwimmbad und ein Wassertretbecken gibt, war es immer

wieder möglich dieses zu nutzen. Es wurde natürlich reichlich Gebrauch

davon gemacht.

Am Abend genossen wir die angenehmen Temperaturen im freien. Auch

hier standen die Gespräche untereinander im Vordergrund.

Dann war der Sonntagmorgen gekommen. Nach dem Frühstück und dem

Zimmer räumen besprachen wir noch neue Ideen für das Sommerseminar.

Dann wurde es Zeit für die Abschlussrunde, wo jeder der wollte,

Anregungen geben konnte. Durch das sommerliche Wetter waren wir alle

entspannt und erholt, und traten nach dem Mittagessen die Heimreise an.

Deckarm Christina Gruppe Homburg

Bericht Seminar Gender Frauen 2026

Bericht über das Wochenend-Seminar „Frauen-Gender“ 12. bis 14.6.2026

auf Maria-Rosenberg zum Thema

„Leben ist das was passiert, während man Pläne macht“ (frei nach John Lennon)

 

An diesem Wochenende ging es darum, wie aus Zufällen echte Chancen entstehen – nämlich dann, wenn wir sie erkennen und bereit sind, zu handeln. Begegnungen mit anderen Menschen spielen dabei eine wichtige Rolle.

17 Teilnehmerinnen trafen am Freitag-Abend wie immer mit einer Erwartungshaltung auf dem Rosenberg ein. Mit der Vorstellung gab Jede einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Jahr seit dem letzten Frauen-Seminar. Vieles hatte sich ereignet, sowohl privat als auch beruflich. Dazu gibt es ja viele Zitate, die uns unsere Referentin, Frau

Dagmar Zimmermann-Baum, überreichte z. B.:

Du weißt nicht was, Du weißt nicht wie, Du hältst Dich nicht für ein Genie.

Genial ist meist das, was entsteht, wenn man ganz neue Wege geht. (unbek. Autor)

Wir sammelten Begriffe zu „Plan“ und „Überraschung“, es kam einiges zusammen!

Der Einstieg in das Thema war gemacht und am Samstag ging es dann „zur Sache“.

In Kleingruppen erarbeiteten wir folgende Fragen:

Plan:

Was in meinen Leben lief nach Plan, welcher Plan scheiterte, für welchen gescheiterten Plan bin ich heute dankbar, welche Pläne habe ich in diesem Jahr schon umgesetzt und was sind meine weiteren Pläne??

Überraschung/Zufall:

Womit hat mich das letzte Jahr überrascht, was war die größte Überraschung in meinem Leben, wer oder was ist mir in meinem Leben zu gefallen?

Nachmittags:

Dem Zufall/der Überraschung auf die Sprünge helfen

Eine überraschende Begegnung in der letzten Zeit, Positive Überraschungen, was war überraschend gut, wer oder was hat dir einmal ganz unerwartet geholfen, wen hast Du in der letzten Zeit überrascht und womit, Wann warst Du zuletzt an einem Ort, an dem du noch nie zuvor warst, wann hast du zuletzt zum ersten Mal etwas gemacht oder ausprobiert und was ist Dir überraschend gut gelungen?

 

Dass diese Fragenstellungen sowohl in den Kleingruppen als auch im Plenum für viel Gesprächsstoff sorgten, wird nicht überraschen. Vieles was vergessen geglaubt war, kam wieder zum Vorschein.

Dazwischen kamen einige Übungen zur Entspannung und Abwechslung wie

Life-kinetics-Übungen, BodyScan, Achtsamkeits-Partnerinnenübung, Zielloses Gehen (was letztlich so nicht stimmte 😊) Sparziergang der Kostbarkeiten und nicht zuletzt die Haribo-Phantasia.

Der Sonntagvormittag begann im Plenum mit dem Vorlesen eine Geschichte über die

2 Seiten einer Münze und dem Abschluss unserer Auswertungen vom Wochenende.

Dieses war auch geprägt von Abschiedsstimmung, denn es sollte unser letztes Wochenende auf Maria-Rosenberg sein. Die zuständigen Gremien haben eine entsprechende Entscheidung getroffen.

 

Und so lud ich die Weggefährtinnen zu einer Traumreise über einen Spaziergang in der Sommerzeit ein ohne nähere Angaben dazu im Vorfeld zu machen. Am Ende dieser Traumreise war  nicht schwer zu erkennen, dass es sich um einen Spaziergang im nahen und ferneren Umfeld auf dem Gelände des Rosenbergs handelte.

 

Mit einem ENGEL vom Wallfahrtsladen für jede der Frauen und einer Ausfertigung der  Traumreise verabschiedeten wir uns, Dagmar bekam für ihre wie immer umfangreiche und fachliche Ausarbeitung viel Lob und ein Dankeschön mit einem Präsentkorb.

 

Die 3 Weggefährtinnen, die aus Krankheitsgründen nicht teilnehmen konnten, aber auch allen anderen Kranken wünsche ich baldige Genesung, zumindest stabile Gesundheit und Durchhaltevermögen.

 

Ich freue mich auf euch alle im nächsten Jahr zu unserem Frauenseminar, dann nach Lage der Dinge in Speyer.

 

Kommt gut durch diesen heißen Sommer und passt gut auf euch auf!

 

Herzlichst Hannelore

 

Speyer, im Juni 2026

Bericht Seminar Gender Männer 2026

Bericht vom Gender – Männerseminar von 12.06. bis 14.06.2026

Im geistigen Zentrum Maria Rosenberg.

 

Thema: Männerfreundschaften – Nur nicht zu nah.

Nach der Vorstellung der Teilnehmer und des Seminarthemas haben wir uns der Definition des Wortes Freundschaft gewidmet. Dabei ging es um den Abgleich zwischen Freundschaft und Kameradschaft.

Die Kameradschaft wird beschrieben mit

  • gemeinsamen Aufgaben
  • Verbundenheit ohne private Ehrlichkeit
  • Oberflächliche Freizeitgestaltung mit gemeinsamen Zielen ( auch Sauf – Kameradschaft aus Zeiten der Sucht )

Freundschaft wurde definiert durch

  • Vertrautheit (zusammen durch Freud und Leid)
  • Freund bleibt auch bei Problemen ein Freund
  • Vertrauen durch Ehrlichkeit (Erfahrung aus den Selbsthilfegruppen durch die gemeinsam erlebte Krankheit)

Danach wurden Freundschaften aus Zeiten der Sucht besprochen.

Es gab falsche Freunde beim Trinken, Freundschaften sind zerbrochen durch die Abwehrreaktion beim Ansprechen der Suchtproblematik und das Ausnutzen  des willensschwachen Zustandes des Süchtigen.

Beziehungen und Freundschaften wurden dem Suchtverlangen geopfert oder schliefen durch die soziale Vereinsamung ein.

Wir erinnerten uns gemeinsam unserer Freunde in der Kindheit, der Jugendzeit und der Erwachsenenzeit. Dabei wurde das Freundschaftsverhalten in den einzelnen Zeitperioden deutlich.

Interessant ist auch, dass nur ca. 10 % der Männer eine stabile Männerfreundschaft haben und dass viele Freundschaften nach der Jugendzeit durch den Wechsel des sozialen Umfeldes einschlafen.

Nach der Suchterkrankung und dem Besuch der Selbsthilfegruppe haben alle erkannt, wie der regelmäßige Besuch der Gruppe Freundschaften fördert und entwickelt.

Da, in der Gruppe, das Vertrauen auf Verschwiegenheit besteht, fällt es leicht ehrlich zu sein und in der Erkenntnis unserer Sucht legen wir nicht alles auf die Goldwaage und können mit Emotionen besser umgehen. Dadurch entsteht ein Verständnis, dass auch Meinungsverschiedenheiten, durch Geduld und Toleranz, nicht so schwerwiegend sind.

In diesem Vertrauen, das dabei entsteht, entwickelt man das Wissen, dass es viele verschiedene Formen der Charakterbildung und der Persönlichkeiten gibt und man lernt die Toleranz für Andersdenkende  in der Sucht.

Dieser geschützte Raum macht es möglich, sich wieder auf Andere einzulassen und es entwickeln sich fast automatisch neue Freundschaften. Dabei spielt das Geschlecht keine Rolle.

Das Thema Männerfreundschaft ist oft mit Ängsten verbunden durch geschlechtsspezifische Erziehung der früheren Jahre, aber die Sucht hat uns gelehrt, dass sich, durch den Austausch in den Gruppen, andere Prioritäten für unser Wohlbefinden entwickeln.

So kann man auch, im Nachhinein, sagen, dass wir an unserer Sucht gewachsen sind und jetzt mit unserer Erfahrung den neuen Mitgliedern, die uns besuchen, unsere Freundschaft anbieten können.

Der Moderator Alex Cunow hat es sehr gut verstanden, mit Beispielen aus seinem großen Erfahrungsschatz das Thema mit Leben zu füllen und uns die Richtung nicht verlieren zu lassen.

Leider war es unser letztes Seminar auf dem geliebten Rosenberg. Wir möchten uns für die vielen schönen Jahre und die Hilfsbereitschaft aller Beschäftigten des Bildungshauses herzlich bedanken und dem Wallfahrtsort eine gute Zukunft wünschen.

 

Bruno Müller

Bericht zum Begegnungstag am 12.04.2026

Bericht zum Begegnungstag des Kreuzbundes am 12. April 2026 im Bildungshaus Maria Rosenberg, Waldfischbach-Burgalben

In einer Atmosphäre der Wertschätzung und Verbundenheit fand am Sonntag, den 12. April 2026, der Begegnungstag des Kreuzbundes e. V., Diözesanverband Speyer im Bildungshaus Maria Rosenberg, Waldfischbach-Burgalben statt. Zahlreiche Mitglieder, Angehörige und Gäste konnte der 1. Vorsitzende des Diözesanverbands, Alex Cunow begrüßen, um diesen besonderen Tag gemeinsam zu begehen und die gelebte Gemeinschaft des Kreuzbundes zu feiern.

Zu Beginn des Tages stand ein geistlicher Impuls von Georg Mick, geistlicher Beirat des DV unter dem Leitgedanken „Leben als Fragment“. In eindrucksvollen Worten wurde deutlich, dass unser Leben nicht vollkommen und abgeschlossen ist, sondern stets im Werden bleibt – geprägt von Brüchen, Verletzungen und Erfahrungen. Gerade diese Unvollkommenheit gehört zu unserer Identität und darf mit einem versöhnlichen Blick angenommen werden.

Der Impuls wandte sich bewusst gegen den Anspruch, ein „perfektes“ Leben führen zu müssen. Vielmehr wurde hervorgehoben, dass wir Menschen auf Gemeinschaft angewiesen sind – auf das Gegenüber, auf das Miteinander. In unserer Verletzlichkeit und Offenheit füreinander liegt unsere eigentliche Stärke.

Aus christlicher Sicht erhält diese Gebrochenheit eine tiefere Hoffnungsperspektive: Die Wunden des Lebens verschwinden nicht einfach, doch sie können sich verwandeln. Im Licht der Auferstehung wird deutlich, dass selbst Bruchstellen Raum für neues Leben und Hoffnung eröffnen können. So wurde der Impuls zu einer ermutigenden Einladung, das eigene Leben – auch in seiner Unvollkommenheit – als wertvoll und getragen anzunehmen.

Im Anschluss ließ Alex Cunow das vergangene Jahr in eindrucksvoller Weise Revue passieren. Er würdigte die zahlreichen Aktivitäten und das Engagement des Verbandes, insbesondere die Mitwirkung bei Terminen des Bundesverbandes sowie die Teilnahme an Veranstaltungen der Caritas, darunter die „Diözesanfachkonferenzen Sucht“ und weitere Begegnungen. Seine Ausführungen machten deutlich, wie lebendig und vernetzt die Arbeit des Kreuzbundes ist.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen, das von herzlichen Gesprächen und einem regen Austausch geprägt war, folgte ein besonders feierlicher Höhepunkt des Tages: die Ehrung langjähriger Mitglieder.

Für beeindruckende 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Britta Wagner ausgezeichnet – ein Zeichen außergewöhnlicher Treue und Verbundenheit.

Auf 25 Jahre engagierte Zugehörigkeit können Andrea und Pirmin Schäfer zurückblicken. Eine besondere Wertschätzung erhielt dieser Moment durch ihre persönlichen Worte: Beide begannen vor über 25 Jahren ihre Tätigkeit in den Kreuzbundgruppen Kaiserslautern und übernahmen dort früh verantwortungsvolle Aufgaben. In eindrucksvoller Weise schilderten sie die damalige Zeit, erinnerten an prägende Persönlichkeiten und beschrieben die Herausforderungen, denen sich die Gruppen seinerzeit stellen mussten. Ihre lebendigen Rückblicke machten die Entwicklung des Kreuzbundes spürbar und zeigten zugleich, wie sehr sie dem Verband bis heute verbunden sind.

Darüber hinaus wurden 16 Mitglieder für 15 Jahre sowie 10 Mitglieder für 5 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Diese Ehrungen sind Ausdruck großer Dankbarkeit für langjähriges Engagement und gelebte Solidarität im Kreuzbund.

Ein bewegender Moment war zudem ein von Alex präsentierter Film, der Deutschland vor 25 und 40 Jahren zeigte. Dieser Rückblick ließ nicht nur vergangene Zeiten lebendig werden, sondern schlug auch eine eindrucksvolle Brücke zu den Lebenswegen der Geehrten.

Der Begegnungstag fand seinen Ausklang mit Kaffee und Kuchen. Trotz der rundum gelungenen und erfüllenden Begegnung lag auch ein Hauch von Wehmut über diesem Tag. Es war zugleich der letzte Begegnungstag des Kreuzbundes im Bildungshaus Maria Rosenberg, das zum 1. Juli 2026 seine Pforten schließen wird. Über viele Jahre hinweg war dieser Ort ein geschätzter Raum der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft.

Fazit:
Der Begegnungstag 2026 war ein würdiges und zugleich herzliches Fest der Begegnung. Er hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll Gemeinschaft ist und wie sehr der Kreuzbund von dem Engagement und der Treue seiner Mitglieder lebt.

Wolfgang Frohs, Diözesangeschäftsführer

Bericht zum Frühjahrsseminar vom 06.03. - 08.03.26

Frühjahrsseminar des Kreuzbund DV Speyer im Geistlichen Zentrum Maria Rosenberg

Vom 06. bis 08. März 2026 fand im Geistliches Zentrum Maria Rosenberg das diesjährige Frühjahrsseminar des Kreuzbund Diözesanverbandes Speyer statt. Das Seminar stand unter dem Thema „Aspekte der Sucht“ und wurde im Rahmen der Gruppenleiterausbildung (Modul 3) des Kreuzbundes e. V. durchgeführt.

Die Seminarleitung lag bei Alex Cunow, dem 1. Vorsitzenden des Kreuzbund DV Speyer. Als Referent konnte Michael Manz vom Caritas-Zentrum Germersheim gewonnen werden. Insgesamt 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an der Fortbildung teil.

Nach der Anreise und dem gemeinsamen Abendessen am Freitagabend begann das Seminar mit einer Vorstellungsrunde in Form eines „Speeddatings“. Diese lockere Methode ermöglichte es den Teilnehmenden, sich schnell kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Anschließend wurden die Ziele des Seminars vorgestellt und gemeinsam erarbeitet, welche Aspekte der Sucht aus Sicht der Teilnehmenden besonders relevant sind. Der restliche Abend stand anschließend zur freien Verfügung, sodass Zeit für persönliche Gespräche und Austausch blieb.

Der Samstag begann nach dem Frühstück mit der intensiven inhaltlichen Arbeit zum Thema Suchtentstehung und Suchtentwicklung. Dabei wurden verschiedene Erklärungsmodelle der Suchterkrankung vorgestellt und gemeinsam erarbeitet. Dazu gehörten unter anderem das Multifaktorenmodell, die „Mauer gegen die Sucht“, der Suchttrichter, der Suchttank sowie die sieben Säulen der Resilienz.

Im weiteren Verlauf des Tages beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Folgen und Auswirkungen der Suchterkrankung. Neben den Auswirkungen auf die Betroffenen selbst wurden auch die Belastungen für Angehörige und das Arbeitsumfeld thematisiert. Weitere wichtige Inhalte waren der Abstinenzbegriff, der Unterschied zwischen „nassem“ und „trockenem“ Denken, sowie das sensible Thema Rückfall und Rückfallprävention. Ein kurzer Exkurs zu neuen Konsummustern und illegalen Drogen ergänzte die inhaltliche Arbeit.

Neben der intensiven Seminararbeit kam auch der gemeinschaftliche Austausch nicht zu kurz. Nach dem Abendessen ließen die Teilnehmenden den Tag bei einem gemütlichen Besuch in einer Eisdiele ausklingen.

Am Sonntag wurde nach dem Frühstück das Thema „Neue Konsummuster – illegale Drogen“ weiter vertieft. Dabei wurden unter anderem Cannabis, verschiedene Drogengruppen, Drogen nach Schadenspotential sowie neue psychoaktive Substanzen besprochen und eingeordnet.

Im Anschluss widmete sich das Seminar dem Thema Eigenverantwortlichkeit und Selbstachtsamkeit. Unter dem Leitgedanken „Wir müssen das Leben nehmen“ wurde gemeinsam erarbeitet, wie wichtig bewusste Lebensgestaltung, Wohlfühlsituationen und stabilisierende Rituale für ein suchtfreies Leben sind.

In der abschließenden Schlussrunde äußerten sich die Teilnehmenden sehr positiv über die Inhalte des Seminars, die fachkundige und praxisnahe Vermittlung durch den Referenten sowie die gelungene Durchführung. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Teilnahmebescheinigungen für das Seminar.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen endete das Frühjahrsseminar und die Teilnehmenden traten mit vielen neuen Impulsen und Erkenntnissen die Heimreise an.

Hütschenhausen, 11.03.2026

Thomas Scheider
Kreuzbund DV-Speyer
Arbeitsbereich Abstinent Älterwerden

Ehrung Alex Cunow am 06.03.2026

Hagenbach.
Eine besondere Würdigung für langjähriges ehrenamtliches Engagement erhielt am Freitag, 6. März, Alex Cunow aus Hagenbach. Im Rahmen einer Feierstunde in Neustadt wurde ihm die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen. Überreicht wurde die Auszeichnung von Prof. Dr. Hannes Kopf, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd), der ihm gemeinsam mit der Urkunde für seinen langjährigen Einsatz dankte.

In seiner Laudatio hob Prof. Dr. Hannes Kopf hervor, dass sich Alex Cunow über viele Jahre hinweg mit großem persönlichen Engagement für Menschen in schwierigen Lebenssituationen eingesetzt hat. Sein ehrenamtliches Wirken sei geprägt von Mitmenschlichkeit, Empathie und einem tiefen Verantwortungsgefühl gegenüber der Gesellschaft.

Engagement im Kreuzbund und als Blutspender

Der gelernte Schreiner engagiert sich bereits seit 1990 in der Selbsthilfegruppe Wörth des Kreuzbundes, einer bundesweit aktiven Sucht-Selbsthilfeorganisation im Dienst der Caritas. In dieser Zeit übernahm er zahlreiche verantwortungsvolle Aufgaben und prägte die Arbeit der Gemeinschaft entscheidend mit. Zunächst war er stellvertretender Gruppenleiter, später Hauptgruppenleiter der Kreuzbundgruppe Wörth. Darüber hinaus brachte er sich als Regionalleiter Vorderpfalz sowie als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand des Kreuzbund-Diözesanverbandes Speyer ein.

Von 2018 bis 2020 leitete er den Verband kommissarisch, seit 2021 steht er dem Diözesanverband Speyer als Erster Vorsitzender vor.

Bereits 2019 wurde sein Engagement mit der Ehrennadel in Gold – der höchsten Auszeichnung der Caritas – gewürdigt.

Auch über die Suchtselbsthilfe hinaus ist Alex Cunow seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiv. Bei den Angelfreunden Hagenbach war er von 1991 bis 2001 im Vorstand tätig. Nach einer gesundheitsbedingten Pause übernahm er 2006 erneut Verantwortung im Verein und engagiert sich dort bis heute im Vorstand. Zudem ist er ein besonders engagierter Blutspender: Beim Deutschen Roten Kreuz in Hagenbach hat er bereits mehr als 104 Mal Blut gespendet.

Mit der Verleihung der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz erfährt das jahrzehntelange und vielseitige ehrenamtliche Engagement von Alex Cunow nun eine besondere Anerkennung.